In Alaska die Natur genießen
Alaska – das klingt wie eine mythische Bezeichnung für atemberaubende Wildnis, für menschenleere Tundren und Berge voller Schnee, für rasante Schlittenhunderennen und Begegnungen mit den Inuit, den Ureinwohnern des nördlichsten Staates der USA.
Wer einmal einen Urlaub der anderen Art erleben und die Natur in all ihrer Rauheit und Schönheit kennenlernen möchte, der wird in Alaska auf seine Kosten kommen. Einzigartige Nationalparks, in denen Grizzlies, Adler und Schneehasen leben, bieten eine perfekte Kulisse für Wanderungen, Mountainbike-Touren oder Fotosafaries.
Doch neben seiner einzigartigen Naturschönheit ist Alaska auch durch den Goldrausch der Pioniere im neunzehnten Jahrhundert berühmt geworden. Goldfunde in Klondike lockten Goldschürfer und Glücksritter über verschneite Pässe in den hohen Norden Alaskas. Aber der Schein trügt – auch heute noch ist Alaska eines der am geringsten besiedelten Gebiete der USA. Menschen trifft man insbesondere in den Nationalparks des Nordens nur selten an. Die eigentlichen Bewohner des hohen Nordens sind die Inuit – die vor tausenden von Jahren als Nomaden vom asiatischen Kontinent über die Landbrücke zwischen Sibirien und Nordamerika nach Alaska kamen. Sie sind die Vorfahren aller auf dem nordamerikanischen Kontinent lebenden Indianer. In Alaska gibt es sieben unterschiedliche Kulturkreise dieser Indianervölker, von denen die meisten im Innern und an der Südostküste Alaskas leben. Obwohl sie heute weitgehend in die amerikanische Kultur eingegliedert sind, haben sie sich ihre Kultur und Traditionen bewahrt. Besuchern ist es möglich, an der Kultur der Indianer teilzuhaben und beispielsweise einem der typischen Volkstänze der Inuit beizuwohnen.
Eine der meistbesuchten aber keineswegs touristisch überlaufenden Gegenden Alaskas ist die Inside Passage. Die den USA am nächsten gelegene Region ist bekannt für die Faszination ihrer Landschaft. Gebirgsketten, die sich im Ozean verlieren, riesige Regenwälder und malerische Fjorde prägen das Bild. Die Gegend ist am besten durch Boote oder mit dem Flugzeug zu erreichen, da das Straßennetz nicht immer ausreichend ausgebaut ist. Dem Besucher ist es somit möglich, einen beinahe unberührten Teil der Natur Alaskas zu entdecken.
Besonders spektakulär ist das Tierreich der Inside Passage. Walewatching der Orkas und Buckelwale, die im Sommer die Gewässer besiedeln und die größte Population an Weißkopfseeadlern Alaskas sind nur zwei der Highlights des hiesigen Wildlife.
Einer der wahrscheinlich schönsten Nationalparks in der Inside Passage ist das Misty Fjords National Monument. Hier kann man - ohne eine Menschenseele anzutreffen - die Gipfel der 3000 Fuß hohen Gipfel besteigen und sich am landschaftlichen Panorama und den 1000 Fuß hohen Wasserfällen satt sehen. Ganz so einsam geht es im Glacier National Park nicht zu. Die Naturschönheiten des vielbesuchten Nationalparks können zu Fuß oder mit Kajaks entdeckt werden. In die Zeit des Goldrausches versetzt ein Besuch des Klondike Gold Rush National Historical Park. Auf den Spuren der Goldsucher des neunzehnten Jahrhunderts kann man den berühmten Chilkoot Trail entlang gehen und in der Geisterstadt Dyea die Lebensweise der Pioniere erleben.
Wenn man einmal in Inside Passage ist, sollte man Juneau, der Hauptstadt Alaskas, einen Besuch abstatten. Auch Juneau besitzt eine goldene Vergangenheit. Im Zuge des ersten Goldrausches wurde sie von Joseph Juneau im Jahre 1880 gegründet. Heute ist die Stadt ein modernes Zentrum mit 30 000 Einwohnern, reich an kultureller Vielfalt.
Von Juneau aus lohnt ein Abstecher mit dem Hubschrauber zum Ice Field. Auf dem Gletscher lockt dann ein Hundeschlittenrennen, das die Besucher aufjubeln lassen wird.
Ebenso sollte man sich einen Besuch von Sitka im Norden der Inside Passage nicht entgehen lassen. Die ehemalige Hauptstadt Alaskas ist reich an kulturellen Nachlässen der russischen Ära und zählt zu den interessantesten Küstenstädten Alaskas. Eine Reise nach Norden führt uns in die Region Southcentral. Sie stellt die bevölkerungsreichste und zugleich meistbesuchte Region Alaskas dar. Dies liegt vor allem daran, dass sie über die beste Verkehrsinfrastruktur verfügt.
Zahlreiche Freizeitmöglichkeiten, wie zum Beispiel ein Besuch des Wrangell St. Elias National Park, bieten dem Urlauber ein echtes Erlebnis. Der größte Nationalpark der USA beherbergt den zweitgrößten Berg des amerikanischen Kontinents – den 18 000 Fuß hohen Mt. St. Elias mit seinen über einhundert Gletschern.
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