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Jaén inmitten von Olivenhainen
"Geen" wurde dieser Ort von den Arabern genannt, was soviel bedeutet wie: Ort, durch den die Karawanen ziehen. Durch diese Provinz, deren Landschaft von grün und silbrig schimmernden Olivenbäumen geprägt ist, sind schon Menschen des 8. Jahrhunderts gereist, um sich an einem besonders günstigen Fleck sesshaft zu machen, nachdem die Römer zuvor den Grundstein für Jaén, damals "Auringis" genannt, gelegt hatten. Auch andalusische Dichter besingen die Olivenhaine dieser Gegend, und so kann auch der interessierte Besucher die Besonderheiten des heutigen Jaén entdecken, welches von Bergen umgeben ist.
Eines der schönsten Monumente aus der Vergangenheit in der Stadt Jaén ist die Kathedrale aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit einigen gotischen Elementen und einer barocken Fassade. Sie wurde auf einer alten Moschee errichtet. Zu dieser Kathedrale gibt es eine überlieferte Geschichte, welche besagt, dass jemand das Antlitz Christi mit einem Schweißtuch trocknete. Dieses Leinen wird in der Hauptkapelle als Reliquie aufbewahrt und nur am Karfreitag den Gläubigen gezeigt.
Die Stadt hat außerdem zahlreiche Kirchen zu bieten, von denen die älteste die Kirche La Magdalena im gotischen Stil ist. Über der Stadt thront die Festung Santa Catalina. 1246 wurde sie von Ferdinand III. erobert, worauf man ihm zum Dank für die Befreiung von der arabischen Herrschaft dort eine Kapelle hat errichten lassen. Heute ist aus dieser Burg ein Parador de Turismo, ein staatliches Hotel, geworden, das eine einzigartige Beherbergung garantiert. Außerdem hat man von dort einen beeindruckenden Ausblick auf die ganze Stadt mitsamt angrenzenden Olivenhainen. Die arabischen Bäder aus dem 11. Jahrhundert befinden sich im Palast des Conde de Villardompardo im Magdalena-Stadtviertel, welches auch zu den geschmackvollsten der Stadt zählt. Bei einem Spaziergang dorthin kann man auch dem Landesmuseum einen Besuch abstatten, da hier einige interessante archäologische Funde aufbewahrt sind.
Besondere Feste werden am 16. Januar gefeiert, wenn überall in der Provinz Jaén große Scheiterhaufen zu Ehren des heiligen Antón angezündet werden und dieser Tag mit Tänzen und Festessen zelebriert wird. Denn der heilige Antonius gilt als Schutzheiliger gegen Feuer, Pest und Seuchen. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist auch das San Lucas-Fest, das am 18. Oktober mit einer Landwirtschafts- und Tierzüchtermesse, mit Stierkämpfen und einem nationalen Reitturnier in der Hauptstadt der Provinz stattfindet. Am 25. November wird mit einer Prozession zur Burg Santa Catalina der Tag der Stadtheiligen Jaéns begangen. Auch in der näheren Umgebung, in kleineren Dörfern und Städtchen, werden Feste zu den verschiedensten Anlässen gefeiert, die für den Besucher wirklich erlebenswert sind, weil man so mehr über die Menatalität von Land und Leuten erfährt.
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