Mykene - Herrschaftssitz des Agamemnon
Von Franka Janßen
Mykene liegt in der Peloponnes, der südlichen Halbinsel Griechenlands, die durch den Kanal Isthmus von Korinth mit dem Festland verbunden ist, und ist ein beliebtes Ausflugziel von Athen aus.
Die beeindruckende Burg in Mykene diente Agamemnon, König von Mykene und Feldherr der Griechen im Krieg gegen Troja, als Herrschaftssitz. Umgeben wurde sie von kyklopischen Mauern, die in drei Bauphasen errichtet wurden und drei bis acht Meter dick waren.
Wer die riesige Befestigungsanlage betrat, musste durch das berühmte Löwentor (circa 1250 vor Christus) treten, das seinen Namen durch die zwei im Torbogen eingearbeiteten Löwenskulpturen erhielt.
Hinter dem Löwentor befinden sich auf der rechten Seite Reste eines Getreidespeichers, dahinter die bedeutendste Entdeckung auf dem Gelände: die sechs Königsgräber mit dem „Schatzhaus des Atreus“, in denen Schliemann, ein deutscher Archäologe, die berühmte „Maske des Agamemnon“, Schmuck, Kronen, Gefäße und Schwerter fand.
Der Palast selbst steht auf dem Gipfel der Anhöhe, einzelne Räume, Malereien und die Stelle, an der der Königsthron stand, sind noch erkennbar. Außerhalb der Festung, direkt an der Straße, die zur Burg führt, befindet sich das Schatzhaus des Atreus, auch „Grab des Agamemon“ genannt. Dieses Grab (circa 1300 vor Christus) ist das jüngste der neun Kuppelgräber, die in Mykene gefunden wurden. Über den Dromos, den langen Gang, der zum Eingangstor führt, erreicht man das dreizehn Meter hohe, innen gewölbte Grab. Im seinem Inneren befindet sich ein kleiner Raum, der die eigentliche Grabkammer darstellte.
Man erreicht Mykene einfach per Bus oder Auto über die Nationalstraße. Wer die wunderbare Landschaft der Peloponnes während der Fahrt in Ruhe genießen möchte und Interesse daran hat, bei einer Führung mehr zu erfahren, kann an einer der vielen von Reisebüros organisierten Bustouren teilnehmen.
Ort: Mycenae 212 00, Argolis /Peloponnes
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