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Das Leben Athens pulsiert auf den Plätzen


Von Franka Janßen

Bekannte Plätze für eine Besichtigungs-Tour gibt es in Athen genug. Historisches kann man dabei genauso gut entdecken wie Modernes – vorausgesetzt, man ist nicht unbedingt „lauf-faul“ und bereit, sich auf kleine Erkundungs-Reisen zu begeben.


Das griechische Parlament, viele Hotels, griechische und ausländische Banken, Ministerien und manche der wohl bekanntesten Nachtclubs und Bars befinden sich in Athen am Syntagma-Platz (Verfassungsplatz), einem der wichtigsten Treff- und Orientierungspunkte in der griechischen Hauptstadt. Das große Gebäude, das den ganzen Platz einnimmt, 1836 – 1842 eigentlich als Residenz für Griechenlands Könige erbaut, wurde ab 1934 zum Sitz des griechischen Parlaments.

Im Inneren des Parlaments, das man besichtigen kann, sind berühmte Gemälde, die erste griechische Verfassung und andere wertvolle Stücke ausgestellt.

Vor dem Bau steht das „Grab des Unbekannten Soldaten“, an dem stündlich der Wachwechsel der Garde stattfindet – ein Schauspiel, das man sich nicht entgehen lassen sollte.


Der Omonia-Platz, der meist im gleichen Atemzug mit dem Syntagma-Platz genannt wird, ist dafür bekannt, dass auf ihm 24 Stunden am Tag das Leben „tobt“. Der älteste Platz im Zentrum Athens ist nicht nur für sein aktives Nachtleben berühmt, sondern auch für sein großes Angebot an ausgezeichneten Boutiquen und Geschäften. Die Hauptstraßen der Innenstadt beginnen am Omonia-Platz oder führen direkt zu ihm hin – jedoch sollte für eine Fahrt durch die Stadt die unter dem Platz liegende U-Bahn genutzt werden – sie ist schnell und erspart einem das Chaos, sich in den viel befahrenen Straßen Athens selbst durchschlagen zu müssen.

Ebenfalls als gute „Shoppingmeile“ gilt der Kolonaki-Platz, auf dem sich die Athener treffen, die „in“ sein wollen – Cafés reihen sich aneinander, überall wird ein kleiner Plausch gehalten. Der Platz ist vor allem für Kioske mit ihren großen Sortimenten bekannt. Und seit September 1999 gibt es hier eine neue Attraktion: den ersten Online-Kiosk Athens. Der Betreiber des kleines Geschäfts hat einen Laptop mit Internetanschluss bei sich stehen, auf dem das aktuelle Börsengeschehen zu verfolgen ist – der Publikumsmagnet überhaupt.


Ob Kleiderschränke, Grammophone oder Bücher – auf dem Trödelmarkt auf dem Avissinias-Platz, dem zentralen Punkt im Monastiraki-Viertel, findet jeder etwas, und es gibt alles, was das Herz begehrt. Sucht man etwas Bestimmtes, ist früh morgens die beste Zeit, um die Stände zu durchstöbern; möchte man jedoch einfach ein buntes und interessantes Treiben sehen, ist dafür mittags die beste Zeit – in einem der vielen Cafés findet sich immer ein freier Stuhl, von dem aus man alles beobachten kann.






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