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Arizona: Wo der wilde Westen mit den Wundern der Natur verschmilztWo wenn nicht in Arizona kann man solch spektakuläre Naturdenkmäler wie den Grand Canyon oder das Monument Valley sehen und sich intensiv mit dem "Wilden Westen" beschäftigen? 21 Indianerstämme leben heute noch im 48. Bundesstaat der USA. Diese Vielzahl an Möglichkeiten macht eine Auswahl schwer. Hier ein kurzer Überblick über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des "Grand Canyon State": Arizona Sonora Living Desert Museum Im Westen Tucsons liegt dieses Open-Air-Wüstenmuseum, das in seinen Ausstellungen Pflanzen und lebende Tiere aus der Sonorawüste zeigt. Über 1.400 verschiedenen Pflanzenarten, die die kleinen Wege zu natürlichen und nachgebauten Unterkünften von über 385 Tierarten säumen, wird hier ein reichhaltiger Nährboden geboten. Öffnungszeiten: März bis September täglich zwischen 7.30 und 18.00 Uhr, von Oktober bis Februar täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr. In den Sommermonaten wird von einem Besuch während der heißen Mittagsstunden abgeraten. Tel. 001-520-883-2702. www.desertmuseum.org Biosphere 2 Circa 50 Kilometer nördlich von Tucson, nahe der Stadt Oracle, liegt das international bekannte wissenschaftliche Projekt und Forschungszentrum Biosphere 2. Unter riesigen Glaskuppeln und Pyramiden wurde hier eine eigenständige kleine Welt geschaffen, in der acht Wissenschaftler zwei Jahre lang abgeschnitten von der Außenwelt und völlig auf sich allein gestellt, gelebt haben. Die Columbia Universität setzt ihre Untersuchungen dort noch immer fort. Täglich werden Führungen durch die Gewächshäuser, die Isolationskammern, den künstlichen Ozean mit seinem simulierten karibischen Riff und andere Einrichtungen angeboten. Öffnungszeiten: Täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr. Tel. 001-520-896-6222. www.bio2.edu Canyon de Chelly National Monument Zu sehen sind Ruinen der Indianer-Felswohnungen, die zwischen 350 und 1300 n. Chr. in die roten Canyonwände gebaut wurden. Sowohl vom Süd- als auch vom Nordrandweg haben Besucher einen atemberaubenden Blick in das 150 Kilometer lange und sehr breite Labyrinth aus steilen Felsschluchten, in denen noch heute Indianer leben und Ackerbau betreiben. Beide Canyons, östlich der Stadt Chinle im Navajo Reservat gelegen, lassen sich mit dem Jeep sowie zu Pferd oder zu Fuß entdecken. Frei zugängliches Gelände, Tel.: 001-520-674-5500. www.canyondechelly.com Grand Canyon National Park Der "Superstar" der Region befindet sich im Nordwesten Arizonas. Wer die Schlucht des Grand Canyon - mehr als 1.600 Meter tief und 1,7 Milliarden Jahre alt - zum ersten Mal sieht, kann sich ihrem Zauber nicht entziehen. Der Grand Canyon hat etwas Archaisches, Erhabenes, und die Ehrfurcht vor diesem Naturwunder, das zu den größten der Welt gehört, wächst mit jedem Besuch. Ob vom Rande des Abgrunds, von einem tiefen Punkt ganz unten in der Schlucht, ob beim Trekking, River-Rafting oder aus der Vogelperspektive per Hubschrauber - die Ansichten des Grand Canyons sind immer spektakulär und abwechslungsreich, je nach Perspektive und Sonnenstand. Der Grand Canyon National Park bietet zahlreiche Arten von Unterkünften, von einfachen Hütten am Nord- und Südrand über Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile bis hin zu komfortablen Lodges. Öffnungszeiten: South Rim: täglich 8.00 bis 17.00 Uhr, North Rim: geschlossen von Ende Oktober bis Mitte Mai, sonst täglich 8.00 bis 17.00 Uhr. Tel. 001-520-638-7888. www.AmericanParkNetwork.com Hubbel Trading Post National Historic Site Südlich von Chinle, in der Nähe von Ganado, befindet sich dieser immer noch aktive Handelsposten, der die Gebäude und den Geist seiner Gründung im Jahr 1876 bewahrt hat. Eine Ausstellung gibt Einblick in seine frühere Rolle als Verbindungsglied zwischen dem Navajo-Stamm und der Außenwelt. In den Verkaufsräumen werden indianische Kunstobjekte von höchster Qualität, aber auch alltägliche Handelsgüter wie Lebensmittel oder Handwerksgegenstände dargeboten. Öffnungszeiten: Im Sommer täglich 8.00 bis 18.00 Uhr, im Winter täglich 8.00 bis 17.00 Uhr. Geschlossen an Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr. Tel. 001-520-755-3475. www.wmonline.com Kartchner Caverns State Park Südlich von Benson erschließen sich tief unter der Erdoberfläche verborgene Landschaften. Kilometerlange Durchgänge und breite Grotten, bewachsen mit phantastisch bizarren Stalagmiten und Stalaktiten machen das Höhlensystem zu einem der größten in Amerika. Gewachsen in Millionen von Jahren und erst im Jahr 1974 entdeckt, sind die Kartchner Caverns auch der Öffentlichkeit zugänglich. Die tägliche Besucherzahl wird jedoch begrenzt, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit in den Höhlen konstant zu halten und den Verfall der empfindlichen Formationen zu verhindern. Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr. Tel. 001-520-586-2283. www.pr.state.az.us Lake Powell/Glen Canyon Mit dem Bau des gigantischen Glen Canyon Dam entstand Lake Powell, in Arizona und Utah gelegen, der sich mit seinem türkisfarbenen Wasser um 96 Canyons schlängelt, die vom Colorado River ausgehöhlt wurden. So ragen schmale Schluchten und faszinierende rote Felswände aus dem Wasser und laden zum Verweilen, Hausbootaufenthalten, Schwimmen, Angeln, Bootsfahren, Wasserskifahren, Picknicken und Campen ein. Per Schiff gelangen Besucher zur Rainbowbridge, einem großen Bogen aus Sandstein, der sich über einen Flussarm legt und als weltgrößte natürliche Brücke zu den „seven natural wonders“ gehört.
Montezuma Castle National Monument Diese fünfstöckige, von den Pueblo-Indianern gebaute Felsenwohnung mit 20 Zimmern wurde vermutlich zwischen 1.100 und 1.400 v. Chr. gebaut und ist noch zu 90 Prozent erhalten. Öffnungszeiten: Ende Mai bis Anfang September täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr, im Winter täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr. Tel. 001-520-567-3322. www.nps.gov Monument Valley Navajo Tribal Park Zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten Arizonas und Utahs zählt auch das Monument Valley. Fans von Westernfilmen ist die Kulisse mit ihren bizarr geformten Monolithen aus vielen Filmen und Werbespots längst ein Begriff. Eine 14 Meilen lange Route auf markierten Strecken führt den Besucher zu den bekanntesten Felsformationen. Mehr noch erfährt man bei einer geführten Jeeptour. Öffnungszeiten: Mai bis September täglich 7.00 bis 20.00 Uhr, Oktober bis April täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr. Tel. 001-435-727-3287. www.navajonationparks.org Navajo National Monument Südwestlich von Kayenta in der Region des Monument Valleys zweigt die State Route 564 von der U.S. 160 ab zum legendären Navajo National Monument. Gleich drei Ruinenkomplexe aus der Anasazi-Kultur gibt es hier zu sehen. Keet Seel, nur in einer dreistündigen Wanderung zu Fuß oder mit dem Pferd zu erreichen, stammt aus der Zeit um 1250. Das gesamte Monument umfasst ein informatives Besucherzentrum, einen Laden für Indianerkunst und einen Campingplatz sowie spektakuläre Aussichtspunkte. Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr, geschlossen an Thanksgiving, Weihnachten und Neujahr. Eintritt frei. Tel. 001-520-672-2366. Petrified Forest National Park Mit den meisten versteinerten Bäumen der Welt ist dieses Gebiet ein höchst interessantes geologisches Phänomen der Erdgeschichte. Auf dem scheinbar unfruchtbaren Boden stand einst ein grüner Wald ehe das Land erodierte und eine Landschaft mit umgefallenen Bäumen hinterließ, die im Laufe von 220 Millionen Jahren versteinerten. Der 45 Kilometer lange Weg durch den Park bietet viele Möglichkeiten zum Überschauen und Durchwandern des Geländes mit seinen kreuz und quer herumliegenden, farbenfrohen Quartz- und Jaspisstämmen. Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 bis 17.00 Uhr. Tel. 001-520-524-6822. www.nps.gov Saguaro National Park Westlich von Tucson bietet dieser Nationalpark kostenlos die Möglichkeit, die nur in der Saguaro-Wüste wachsenden und für Arizona so typischen, riesigen Saguaro Kakteen in einer einzigartigen Dichte zu bestaunen. Der 12,8 Kilometer lange Cactus Forest Drive führt mit vielen Haltemöglichkeiten, Wanderwegen und Picknickplätzen durch dieses atemberaubende Panorama. Frei zugängliches Gelände. Tel.: 001-520-733-5100. Tombstone 64 Kilometer südöstlich von Sierra Vista gelegen, wurden hier viele Legenden des Wilden Westens geboren. Auch heute noch wird die Kultur des “Wilden Westens” in dieser Stadt, die “zu hart ist zum Sterben”, bewahrt. Am OK Corral kann der Schauplatz der berühmten Schießerei zwischen den Earp-Brüdern und der Clanton-Gang besichtigt werden. Auch der Big Nose Kates Saloon, das Bird Cage Theater und der Crystal Palace existieren noch immer, wenngleich auch nicht in ihrer früheren Funktion als Freudenhäuser. Tel. 001-520-457-3929. www.tombstone.org
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