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Das Mittelalter im LandesinnerenAuch wenn sich der Tourismus in Alicante hauptsächlich auf die Küstenregion konzentriert, so gibt es auch im Hinterland einige lohnende Entdeckungen zu machen. Vor allem historisch Interessierte werden vom Landesinnere der Provinz mit seinen Burgen und Innenstädten sehr angetan sein. Die meisten Gemeinden sind am Fluss Vinalopó angesiedelt. Beginnen sollte man in Novelda und die Burg Castillo de la Mola besichtigen. Die Anlage mit stammt aus dem Mittelalter. Die Kapelle Santa María Magdalena dagegen weist Jugendstilelemente auf.Novelda lebt vor allem von der Safranherstellung, dem Marmorabbau und dem Anbau von Trauben. Alles Traditionen die auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Darüber hinaus gibt es hier ein interessantes Jugendstilmuseum, die Casa Museo Modernista. Zwei weitere Orte die man nicht verpassen sollte sind Elda und Petrer. Beide sind ein wichtiger Industriestützpunkt und haben sich in der Herstellung von Schuh- und Lederwaren einen Namen gemacht. In Elda erhebt sich eine arabische Burg, als Symbol der Grenze, die es hier lange zwischen Mauren und Christen gab. Ebenfalls sehenswerte Bauten sind die Casa Colorá und die Casa Grande del Jardín de la Música, die sich in der Altstadt befinden.In Petrer ist eines der schönsten Kastelle der Gegend erhalten geblieben, das sorgfältig restauriert wurde. Fährt man weiter, erreicht man den Landstrich Alto Vinalopó. Hier steht eine Burg arabischen Ursprungs, deren Zisternen und unterirdische Gänge für öffentliche Besichtigungen zur Verfügung stehen. Ebenfalls imposante Festungsanlagen sieht man in Villena und Biar. Villena ist die Hauptstadt der Gegend und reich an historischen Baudenkmälern. Die Kulisse der Stadt wird dominiert von der Burg La Atalaya, die einen beeindruckenden Ausblick über die benachbarten Täler bietet. Um ihre dicken Mauern herum liegt der Kern der Stadt. Bemerkenswert sind die Kirche Sanat María, die Wallfahrtskirche Nuestra Senora de las Virtudes und die Plaza Mayor. Im archäologischen Museum sollte man sich die Fundstücke eines iberischen Schatzes aus Gold und Silber nicht entgehen lassen.Auch die Burg von Biar liegt über der Stadt auf einem Hügel und ist weithin sichtbar. Sie verfügt über einen doppelten Befestigungsring und einen dominanten quadratischen Turm. Begibt man sich weiter ins Innere des Berglandes, liegt an der Stelle an der die Flüsse Rio Riquer und Rio Molinar zusammenfließen die Stadt Alcoy. Sie wird besonders reizvoll durch die vielen Brücken, die die Altstadt mit den neueren Gebieten verbinden. Das mittelalterliche Zentrum ist als ganzes und fast unverändert erhalten geblieben. Mittelpunkt ist die Plaza de Espana. Bei einem Rundgang durch die malerischen Gassen sollte man dem alten Rathaus einen Besuchabstatten. Darüber hinaus sind das archäologische Museum und das Museum der Volksfeste interessant. Folgt man der Strasse San Nicolás aus der Altstadt hinaus gelangt man in das sehenswerte Jugendstilviertel von Alcoy.Ganz in der Nähe befindet sich Cocentaina, mit einem bedeutenden Stadtzentrum aus dem Mittelalter. Nennenswert sind das Klarissenkloster und das Schloss des Grafen, die eine beeindruckende Architektur aus Gotik und Renaissance bieten. Im gleichen Komplex, mit seinen hohen Türmen liegt das Kloster Virgen del Milagro, das im napolitanischen Barockstil errichtet wurde. Es beherbergt ein byzantinisches Marienbild, das der Legende nach bei einem Aufstand im Jahre 1520 anfing zu weinen. In Cocentaina lädt die Altstadt und ins besondere das arabische Viertel Raval dazu ein, sich durch die engen Gassen treiben zu lassen und folkloristisch geschmückte Häuserfassaden zu genießen. Im Süden der Provinz sind die Orte Elche und Orihuela von hervortretender historischer Bedeutung. Elche wurde im 10. Jahrhundert von den Arabern besiedelt, die hier einen Palmenhain anlegten, der heute unter Schutz steht und der Stadt ein exotisches Flair verleiht. Zu den beachtlichsten Bauten in der Innenstadt gehören die arabische Festung La Calaforra, die arabischen Bäder,die Basilika Santa María, in der jedes Jahr Mysterienspiele stattfinden, sowie das Rathaus und der Palacio de Altamira. In der Nähe der Stadt kann man auch die Kirche Nuestra Senora de Belen besichtigen, in der ein Museum des Bildhauer Mariano Benlliure untergebracht ist. Auch in Orihuela gibt es zahlreiche Baudenkmäler, was vor allem auf die Funktion der Stadt als Bischofssitz und ehemalige Universitätsstadt zurückzuführen ist.So ist auch die alte Universität von Santo Domingo unbedingt zu besuchen. Es gibt zwei Kreuzgänge im Barock- und Renaissancestil, jeweils mit dazugehörigen Portalen. In der Nähe stößt man auf die Catedral del Salvador in der das Gemälde „Die Versuchung des heiligen Thomas von Aquin“ von Velásquez ausgestellt wird. Sie verfügt zudem noch über einen versteckten Kreuzgang im gotisch-romanischen Stil. Auch der Bischofspalast gilt als nationales Denkmal und beherbergt eine beachtliche Gemäldesammlung. Der alte Stadtkern dehnt sich über einen Hügel aus, an dessen Ende die gotische Kirche Santa Jusat y Rufina liegt. Auch die Kirche des heiligen Jakob befindet sich in diesem Teil der Stadt. Hier trafen 1488 die König Ferdinand und Königin Isabella zusammen, um Generalstände abzuhalten. 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